Kunden Projektbericht: Stadtwerke Gießen AG

Koordinatenumstellung auf ETRS89 und Einführung der ITS Grundkarte für die ALKIS-Daten

Die Stadtwerke Gießen haben 2014 die Koordinatenumstellung auf das Lagebezugssystem ETRS89 vollzogen. In diesem Zuge wurde auch die ITS Grundkarte Utility Basemap (UBM) mit der XML-Schnittstelle für das NAS-Format zum differentiellen Einlesen von ALKIS-Daten eingeführt. Beide Projekte hat die ITS begleitet und dabei die Koordinatenumstellung mit unterschiedlichen Transformationsprogrammen für beide Bundesländer mit dem ITS Modul TRAFO89 durchgeführt.


Vorbereitung

Die Stadtwerke Gießen wollten die Umstellung auf das Lagebezugssystem ETRS89 nutzen, um auch die Grundkarte von der alten ALK auf die neuen ALKIS-Daten umzustellen, wobei ein besonderes Augenmerk auf einer einfach zu handhabenden Grundkarte lag, mit der nicht das vollständige ALKIS-Datenmodell genutzt werden muss, sondern die für EVU entscheidenden Bereiche abgebildet werden. Aus diesem Grunde entschied man sich dazu, die ITS Grundkarte Utility Basemap (UBM) einzuführen.

ITS Grundkarte Utility Basemap (UBM)

Die ITS Grundkarte ist ein Datenmodell, das die Grundkartendaten eines Ver- und Entsorgers in einer Struktur ablegt, die zu den Fachschalen passt. Dies bedeutet insbesondere, dass alle Objektklassen Bemerkungsfelder sowie Objektinformationen aufweisen, dass nicht mit Folie und Objektschlüssel gearbeitet wird und dass zwischen Bestands- und Übersichtgeometrien unterschieden wird.

XML-Schnittstelle im NAS-Format

Zum Einlesen der Katasterdaten steht eine XML-Schnittstelle für das NAS-Format bereit, mit der auch ein Einlesen von Differenzdaten möglich ist. Damit wurden die ALKIS-Daten im NAS-Format zunächst im Testsystem probeweise eingelesen, um so Erfahrungen mit den Einlesezeiten zu sammeln, die Konfiguration der Schnittstelle zu überprüfen und weitere Postprozesse zu testen. Hier wurden z.B. aus den einzelnen Flächen der Flurstücke über die relationale Beziehung zu den Fluren, Gemarkungen und Gemeinden die jeweiligen Gebietsflächen erzeugt.

ETRS89-Umstellung im Testsystem

Die Transformationen der Koordinaten erfolgte mit dem ITS Modul TRAFO89. Dazu wurden zunächst im Testsystem die Laufzeiten ermittelt und das Ergebnis geprüft. Da die Stadtwerke Gießen zusätzlich zu ihrem Versorgungsgebiet in Hessen noch eine Enklave in NRW besitzen, mussten die Koordinaten in zwei Teilgebieten ausgegeben werden.

Transformationsprogramme

Je Teilgebiet kamen unterschiedlichen Transformationsprogramme und –parameter für die beiden Bundesländer zum Einsatz. Die Koordinaten, die in Hessen liegen, wurden mit dem Programm LET-HE und die Koordinaten, die in NRW liegen, mit Trabbi 2D transformiert.

Produktivumstellung

Da ein Großteil der Arbeiten schon im Vorprojekt durchgeführt wurde, reduzierte sich der Tätigkeitsaufwand bei der produktiven Umstellung auf den Start der Rechenläufe für die Koordinatentransformationen und gelegentliches kontrollieren der Systeme. Inklusive der Vor- und Nacharbeiten dauerte die Umstellung ca. 4 Tage.

Transformation der Sekundärdaten

Die Umstellungen der Lovion BIS Datenbanken für DESIGN, MAPS, WORK und TASK wurden ebenfalls mit dem ITS Modul TRAFO89 durchgeführt. Da bei den Stadtwerken Gießen zusätzlich DXF-, XML- und RML-Dateien im Gauß-Krüger-Koordinatensystem vorlagen, wurde dieses ITS-Modul auch zur Transformation weitere Daten genutzt, so dass neben den GIS- und BIS-Geometrien nun auch alle Weiteren in ETRS89-Koordinaten vorliegen.

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