Kunden Projektbericht: RheinEnergie AG

Umstieg auf das Lagebezugssystem ETRS89 und Einführung der Fachschale ALKIS

Die RheinEnergie AG aus Köln hat 2012 die Umstellung auf das Lagebezugssystem ETRS89 und die Einführung der Fachschale ALKIS vollzogen. Die ITS hat dabei die Koordinatenumstellung mit dem ITS Modul TRAFO89 durchgeführt. Aufgrund der guten Vorbereitung innerhalb der Testumgebung konnte die Produktivumstellung über die Karnevalszeit erfolgen, so dass der laufende Betrieb nicht beeinträchtigt wurde.

Bild von links:
Burkhard Preußer, Ludger Hüttemann, Bernd Massin, Stefan Alpers (ITS)

Einleitung

Mitte 2011 wurde bei der RheinEnergie AG die Umstellung auf das Lagebezugssystem ETRS89 sowie die Einführung der Fachschale ALKIS vorgeplant. Da dieses Projekt eine unternehmensweite Relevanz hatte, wurden zuerst eine Informationsveranstaltung für die Fachbereiche durchgeführt und an die Teilnehmer digitale Fragebogen verteilt, um Informationen zu bekommen, wo und in welcher Form Geodaten und Arbeitsabläufe vorhanden sind, die für die Thematik relevant sind. Die Ergebnisse deckten sich größtenteils mit den Erwartungen des Projektteams, waren aber für die Detailplanung äußerst hilfreich.

Aufbau des Testsystems

Anschließend wurde ein Testsystem mit einer Kopie der aktuellen Datenbanken und Smallworld-Anpassungen aufgebaut, in dem der Magik-Code und die Anwendungskonfigurationen analysiert und auf die neuen Anforderungen angepasst wurden. Beispielsweise gibt es eine Oberfläche zur Navigation mittels Blattschnittnummern, die sowohl mit GK- als auch mit UTM-Nummern funktionieren soll. Oder aber bei der SAP-Kopplung sollen für Objekte ohne Lokationsinformationen Geometrien an Standardkoordinaten erzeugt werden, die natürlich in UTM vorgegeben werden müssen.

Abgleich mit dem Produktionssystem

Da für die Umstellung der vorhandenen Applikationen Smallworld GIS (4.1.1), Smallworld PNI (3.3) und Smallworld Internet Applikation Server (SIAS) Änderungen an Magik-Code, ACE und Style nötig sind, wurden diese drei Komponenten eingefroren. D.h. Änderungen wurden im Produktionssystem nur im äußersten Notfall vorgenommen und mussten im Testsystem sofort nachgezogen werden. Dieses Verfahren hat aber den Vorteil, dass man beim Umstieg das Testsystem als Produktivsystem übernehmen kann und nur noch die transformierten Datenbanken anbinden muss.

Fachschale ALKIS

Auch das Einlesen der Katasterdaten wurde zunächst im Testsystem durchgeführt, um Erfahrungen mit den recht langen Einlesezeiten zu sammeln. Die RheinEnergie AG bekommt Daten von fünf Katasterämtern. Davon liefern vier bereits ALKIS-Daten und ein Katasteramt liefert noch die ALK-Daten im EDBS-Format. Aus diesem Grunde entschied sich die RheinEnergie AG, die ALKIS- und Kataster VE-Fachschale parallel zu nutzen und die Styles für ALKIS der ALK-Darstellung anzupassen.

ETRS89-Umstellung

Die Transformationen der Koordinaten mit dem ITS Modul TRAFO89 erfolgte ebenfalls zunächst im Testsystem, um die Laufzeiten zu ermitteln und das Ergebnis zu prüfen. Da die zuständigen Katasterämter unterschiedliche Transformationsparameter verwenden, mussten die Koordinaten in fünf Teilgebieten ausgegeben und transformiert werden. Um dabei die Rechenzeiten zu beschleunigen, wurde die Transformation der Datenbanken auf drei Rechner verteilt.

Voruntersuchung

Die Ergebnisse der Voruntersuchung wurden in einem Projektbericht zusammengefasst und zur Planung der produktiven Umstellung benutzt. Für die produktive Umstellung wurde ein detaillierter Fahrplan erstellt, wer wann was zu erledigen hat (Alternativen abgleichen, ds_transfer, Sicherung ausschalten/einschalten, Nacharbeiten etc.).

Produktivumstellung 2012

Da ein Großteil der Arbeiten schon im Vorprojekt durchgeführt wurde, reduzierte sich der Tätigkeitsaufwand bei der produktiven Umstellung auf den Start der Rechenläufe für die Koordinatentransformationen und gelegentliches kontrollieren der Systeme. Inklusive der Vor- und Nacharbeiten dauerte die Umstellung ca. eine (Karnevals)Woche. Anschließend wurden die Daten für den Location Viewer neu ausgegeben.

ITS Modul TRAFO89

Die Umstellung der Location Viewer Datenbanken für Design, Control und Redlining-Dateien wurde ebenfalls mit dem ITS Modul TRAFO89 durchgeführt. Da die RheinEnergie AG weiterhin DXF-Dateien im Gauß-Krüger-Koordinatensystem bekommt oder liefern muss, wurde das ITS Modul TRAFO89 für allgemeine Dateien eingeführt, mit dem neben DXF-Dateien auch XML-Dateien mit Koordinaten transformiert werden können. Somit können die Mitarbeiter der RheinEnergie AG nun für beide Koordinatensysteme Daten liefern oder diese importieren.

Bildmaterial

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