Kunden Projektbericht: ESWE Versorgungs AG

Übernahme von Stromdaten aus MOSKITO in das Smallworld GIS der ESWE Versorgungs AG

Durch die Übernahme von Netzgebieten der SÜWAG Energie AG galt es, die Stromdaten aus dem System Moskito in die Fachschale Strom-Mehrstrich des Smallworld GIS der ESWE Versorgungs AG zu überführen. Erneut konnten mittels der bewährten Technologien zur Datenmigration der ITS Informationstechnik Service GmbH die Daten günstig und zügig in das Smallworld GIS übernommen werden.

Bild von links:
Mathias Hofmann, Ralf Amthor, Silke Rund, Kirsten Jantz

Einleitung

Seitens der ESWE Versorgungs AG bestand der Bedarf, die in Moskito dokumentierten Strom-Betriebsmittel der von der SÜWAG Energie AG (SÜWAG) übernommenen Netzgebiete in die bei der ESWE vorhandene Smallworld Datenbank Strom zu überführen. Durch die SÜWAG wurden die Moskito-Daten im LOU-Format mit einer Datenstrukturbeschreibung übergeben. Auf Basis der Strukturbeschreibung erzeugte die ESWE Versorgungs AG eine Mappingtabelle, in welcher die Objekt- und Attributzuordnungen definiert wurden.

Vorprojekt

Im Rahmen eines Vorprojektes wurde die Migration der Moskito-Daten gemeinsam mit der ITS spezifiziert. Zunächst galt es, den Umfang der im Automatismus der Migration zu berücksichtigenden Betriebsmittel festzulegen und die Mappingtabelle zu erstellen. Ergänzend wurden in dieser Phase zusätzliche Daten bestimmt, welche in der Migration zu berücksichtigen waren:

  • Liste mit Leitungsbezeichnungen
  • Liste mit Streckennummern
  • Liste mit Stationskennzeichen
  • Liste mit KV-Kennzeichen
  • Liste mit dezentralen Einspeisungen

So bestand die Aufgabe in der Migration darin, die durch die ESWE definierten Stations- und Streckenbezeichnung für die SÜWAG Netzdaten einzubeziehen. Abschließend wurden im Vorprojekt das technische Verfahren und der Zeitplan der Migration definiert.

Auswertung der Daten

Bei der Auswertung der durch die SÜWAG übergebenen Informationen und der Stromdaten im LOU-Format gelang der vollständige Aufbau der Mappingtabelle nicht sofort. Dafür erwies sich das generische Datenmodell des UDM innerhalb des Smallworld GIS als großer Vorteil. Durch die Erzeugung einer Objektstruktur, welche auf alle zum Objekt gehörenden Sach- und Geometriedaten verweist, konnten die SÜWAG-Daten zunächst vollständig in das Smallworld GIS eingelesen werden. Dadurch wurde die primäre Zielstellung der Datenübernahme ohne Datenverlust zu 100% erfüllt. In dieser Form war die Interpretation der SÜWAG-Daten um ein Vielfaches einfacher und die Mappingtabelle konnte anschließend um die offenen Punkte ergänzt werden.

Parametrierung

Nach den Vorgaben der Mappingtabelle erfolgte die Parametrisierung der Migration durch die ITS. Als Besonderheit erwiesen sich in diesem Projekt die Erzeugung von DTK2 Bemaßungen sowie die Berücksichtigung verschiedener Zusatzdaten aus diversen Excel-Listen.

Umsetzung der Migration

Zunächst fand die Migration in der Testumgebung der ESWE Versorgungs AG statt. In dieser Umgebung wurden die migrierten Daten geprüft und seitens der ITS konnten Anpassungen an der Migration vorgenommen werden. Abschließend erfolgte durch die ESWE Versorgungs AG die Freigabe der Migration und die Datenübernahme konnte in der Produktivumgebung durchgeführt werden.

Beauskunftung der Daten

Das UDM erfüllte jedoch noch eine weitere Anforderung der ESWE Versorgungs AG. Bereits 2 Wochen nach Projektbeginn sollten die Beauskunftung der SÜWAG-Daten mit dem Smallworld GIS der ESWE Versorgungs AG möglich sein. Dafür mussten die SÜWAG-Daten in der identischen Ausprägung zu den Daten in der Fachschale Strom-Mehrstrich vorliegen. Mittels geeigneter Konfiguration des Style-Systems des Smallworld GIS konnten die SÜWAG-Daten im generischen UDM-Datenmodell problemlos an die geforderte Ausprägung der Strom-Betriebsmittel der ESWE Versorgungs AG angepasst werden, so dass die Vorgaben an die Beauskunftung der Daten innerhalb von 2 Wochen erfolgreich umgesetzt werden konnten. Durch diese Maßnahme verringerte sich auch der Zeitdruck für die weitere Migration der ESWE Versorgungs AG, da ja bereits eine Beauskunftung der neuen Daten erfolgen konnte.

Fazit

Erneut konnte das UDM seine Stärken für die Migration von Daten aus Fremdsystemen unter Beweis stellen. Besonders vor dem Hintergrund, dass eine Interpretation der Fremddaten erarbeitet werden musste, ist das generische Datenmodell des UDM der optimale Weg für die Datenmigration. Mit dem UDM werden alle Fremddaten ohne Datenverlust im Smallworld GIS verfügbar und es ermöglicht eine kontrollierte Übernahme in die Strukturen der Smallworld Fachschalen.

Des Weiteren bietet das UDM die Möglichkeit, auch zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt im Smallworld GIS auf die Fremddaten zurückzugreifen. So stehen die Altdaten jederzeit für spätere Rückfragen zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil des UDM liegt in der schrittweisen Übernahme der Daten, um möglichst schnell erste Informationen in der Zielstruktur nutzen zu können. Mit dieser schrittweisen Datenübernahme können große Migrationsprojekte zeitversetzt in kleine Einheiten aufgeteilt werden, so dass die Qualität der Migrationsergebnisse gesteigert wird.

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