Kunden Projektbericht: Stadtwerke Münster GmbH

Einführung des Stör- und Ausfall-Managements SAM beim Konzern Stadtwerke Münster GmbH

Die Stadtwerke Münster GmbH haben sich für das Stör- und Ausfall-Management SAM auf Basis des Smallworld GIS entschieden. Die spartenübergreifende Einführung dieser Lösung wurde durch die ITS innerhalb von 6 Monaten durchgeführt. In den weiteren Projektphasen werden nun die topologischen Informationen des Smallworld GIS für die Ausmaßermittlung verwendet sowie eine Verknüpfung zu den SAP PM Meldungen über den SBI umgesetzt.

Bild von links:
Udo Christians, Markus Mensing, Dieter Reinhardt, Thomas Edelmann, Enrico Steffl (ITS), Ingo Wolff (ITS), Sascha Rommel (VB ITS)

Einleitung

Seitens der Stadtwerke Münster GmbH bestand die Anforderung nach einer zentralen Verwaltung der Störmeldungen, welche die Erstaufnahme der Störungen auf der Netzleitstelle sowie die weitere Bearbeitung durch die Entstörungsabteilung ermöglicht. Da im Rahmen des KOSMOS-NIS Projektes das Smallworld GIS als System zur Netzdokumentation eingeführt wird, konnten die Stadtwerke Münster GmbH von einer Stördokumentation basierend auf den Netzdaten im Smallworld GIS überzeugt werden.

Vorteile durch den Einsatz von SAM

Die sich durch SAM auf Basis des Smallworld GIS ergebenden Vorteile zeigen sich in der weiterführenden Dokumentation der Störmeldung bezogen auf die Angaben der gestörten Betriebsmittel und der Ermittlung der von der Störung betroffenen Netzverbraucher sowie in der Planung der Auswirkungen einer geplanten Versorgungsunterbrechung. Zum anderen überzeugte die Stadtwerke Münster GmbH die Möglichkeit, dass SAM die Daten für alle im Rahmen der Stördokumentation erforderlichen Berichte, für FNN, DVGW und BNetzA, verwalten kann und die Erzeugung der Berichte umfangreich unterstützt wird.

Phasenweiser Ausbau von SAM

Da die Einführung von SAM beim Konzern Stadtwerke Münster GmbH parallel zur Migration der Betriebsmittel ins Smallworld GIS stattfindet, wurde das Projekt in 3 Phasen aufgeteilt:

  • Phase 1:
    • Übernahme Altdaten
    • Produktivsetzung
  • Phase 2:
    • Integration der Fachschalen
    • Umsetzung Berichtswesen
  • Phase 3:
    • Anbindung externer Systeme
    • Interaktion mit SAP

Systembereitstellung Phase 1

In der ersten Phase wurde SAM innerhalb des Smallworld GIS zur Dokumentation der Störmeldungen bereitgestellt. Da die Verwaltung in einer eigenen SAM-Datenbank stattfindet, ergab sich kein Nachteil durch die sich in der Migration befindenden Sparten-Datenbanken. Ursprünglich wurde geplant die Sparten-Daten nur als Rasterdaten bereitzustellen, um einen geographischen Bezug der Störmeldung zu ermöglichen. Jedoch war die Migration zum Stichtag der Produktivsetzung bereits so weit fortgeschritten, dass die Sparten-Datenbestände vollkommen ausreichend zur geographischen Orientierung in der Bearbeitung der Störmeldung zur Verfügung standen.

Übernahme der Altdaten

Ein zentraler Projektbestandteil in Phase 1 war auch die Übernahme der Altdaten des Rohrnetzbereiches. Diese Datenmigration sollte noch vor der Produktivstellung zum 1.1.2011 vorgenommen werden, so dass schon von Beginn an auf die Störungsdaten der vergangenen Jahre zugegriffen werden konnte. Die vorhandenen Störungsdaten im Bereich Rohrnetz lagen in einer Access-Datenbank vor und konnten problemlos in die Strukturen von SAM überführt werden. Die Datenübernahme ist bereits durch die Stadtwerke Münster GmbH abgenommen worden. Die Altdaten wurden mittlerweile auch schon fortgeführt und werden für Abfragen und Analysen im SAM eingesetzt.

Systembereitstellung Phase 2

Mit Produktivsetzung der GIS-Daten im Projekt KOSMOS-NIS kann für die in SAM dokumentierten Meldungen zu Versorgungsunterbrechungen die Ausmaßermittlung stattfinden. Durch die Anwender erfolgt in dieser Phase eine Ergänzung der erfassten Meldungen für die Angaben, welche auf Basis der Netzdaten gemacht werden müssen. Diese Angaben betreffen Verbraucherinformation und technische Eigenschaften der gestörten Betriebsmittel. Somit kann die Dokumentation der Störmeldung ab Phase 2 vollständig durchgeführt werden, und es besteht die Möglichkeit, auf Basis von SAM die im Rahmen der Stördokumentation erforderlichen Berichte zu erzeugen.

Anbindung externer Systeme

Die Zielstellung der Stadtwerke Münster GmbH lautete, alle Berichte für das Kalenderjahr 2011 bereits mit SAM zu erzeugen. Darüber hinaus ist auch die Anbindung weiterer externer Systeme an SAM gewünscht. Mit der Phase 2 beginnt auch die Anbindung an SAP. Hier erfolgt die Einrichtung einer Frontendkopplung vom Smallworld GIS nach SAP. Damit können die Anwender von einer Störung in SAM zur zugehörigen Störmeldung in SAP springen, die dort als SAP PM Meldung vorliegt. Ebenfalls wird in dieser Phase die Anbindung zum Dokumentenmanagementsystem (DMS) d.3 realisiert, welches beim Konzern Stadtwerke Münster GmbH zum Einsatz kommt.

Systembereitstellung Phase 3

In der letzten Ausbaustufe ist das Anlegen von Meldungen von SAM aus direkt in SAP PM, sowie die Nutzung der Verbrauchsdaten aus SAP IS-U für die Ausmaßermittlung innerhalb von SAM geplant. Technisch erfolgt die Realisierung mittels der Funktionen des Smallworld Business Integrators (SBI) über den Java Connector und Standard-BAPIs.

Fazit

In kürzester Zeit konnte eine voll funktionsfähiges Stör- und Ausfallmanagement auf Basis des Smallworld GIS eingeführt werden. Das System wurde an einigen Stellen bereits auf spezielle Anforderungen der Stadtwerke Münster GmbH angepasst und erfüllt die Erwartungen der zuständigen Mitarbeiter. Die Anwendung ist in die sich im Aufbau befindende Smallworld-Installation eingegliedert und kann somit direkt die nach und nach freigegebenen migrierten Netzdaten verwenden, so dass zukünftig die Ausmaßermittlung auch direkt über eine Netzwerkverfolgung innerhalb des Smallworld GIS erfolgen kann.

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