Kunden Projektbericht: Stadtwerke Bochum GmbH

SAP-Integration bei der Stadtwerke Bochum GmbH Kopplung der Gas- und Wasserschäden

Die Stadtwerke Bochum GmbH setzen SAP und Smallworld als zentrale IT-Systeme zur Unterstützung verschiedenster technischer und kaufmännischer Prozessabläufe ein. Für die Kopplung zwischen diesen beiden Systemen wurden der Smallworld Business Integrator (SBI) und der SBI Monitor als Integrationsplattform eingeführt. In einem ersten Projektschritt erfolgte nun die Kopplung der Gas- und Wasserschäden.

Bild von links:
Regina Kandetzki, Annette Schlösser (ITS), Stephan Rehbein, Dietmar Kippert, Nicole Meybert

Einleitung

Die Gas- und Wasserschäden wurden bis zum Projektabschluss ausschließlich in SAP erfasst und verwaltet. Hauptmotivation des Projektes war, die Schäden um ihre geometrische Lage zu ergänzen und diese über das Smallworld GIS darzustellen. Im GIS wurde zur Datenhaltung das spartenunabhängige Datenmodell ITS SAM in Kombination mit den Fachschalenobjekten Gas Störung und WA Rohrschaden gewählt.

Realisierung der Erstübernahme

Die vorhandenen Schäden wurden einmalig aus SAP extrahiert und mit den zuvor festgelegten Attributen in die Objektklasse SAM Schaden überführt. Die Hauptschwierigkeit stellte dabei die automatisierte Positionierung dar.

Geometrische Zuordnung der Schäden

Aus den SAP-Informationen "Koordinaten des Streckenanfangs" sowie "Entfernung vom Streckenanfang" wurde über geometrische Analysen versucht, den richtigen Leitungsabschnitt zu finden und den Schaden zu platzieren. Von knapp 12.000 übernommenen Schäden konnten 2.800 nicht automatisch positioniert werden (inaktive Strecken ausgenommen). Diese sind zur Zeit in manueller Nachbearbeitung.

Schadensdokumentations-Workflow

Im Zuge dieses Projektes wurde der vorhandene Schadensdokumentations-Workflow angepasst.

Workflow in SAP

Das Erstanlegen der Schadensmeldung erfolgt weiterhin in SAP. Im Rahmen der Nachbearbeitung wird dann für GIS-relevante Schäden der Absprung ins Smallworld GIS vorgenommen. Dabei wird im Hintergrund über die Schnittstelle ein SAM-Schadensobjekt mit den Attributen Sparte, SAP-Meldungsnummer und Schadensdatum angelegt, welches mit der SAP-Meldung gekoppelt ist.

Workflow im GIS

Im GIS kann dann die Schadensstelle lokalisiert und der Schaden positioniert werden. Dabei werden Informationen des Leitungsabschnitts in das Schadensobjekt übernommen und dort abgespeichert. Zur Speicherung der Geometrie werden die Fachschalenobjekte verwendet, da diese eine topologische Beziehung zu den Leitungsabschnitten eingehen. Außerdem können über die Erfassungsoberfläche weitere Attribute zum Schaden eingetragen werden. Nach Abschluss der Erfassung werden die für SAP relevanten Daten über die Schnittstelle zurückgeliefert, so dass zum Teil Sachdaten für verschiedene Auswertungen in beiden Systemen kontrolliert redundant vorliegen.

Zusatzfunktionen

Neben diesem Erfassungsworkflow ist über den SBI-Monitor eine Hintergrundsynchronisation eingerichtet worden, mit der Statusänderungen von Schäden (außer Betrieb setzen/Ausbau) einer Leitung automatisiert an SAP weitergegeben werden. Als zusätzliche geographische Auswertefunktionalität wurde eine "Lasso"-Funktion implementiert. Dort erfolgt die Übergabe von Schäden, die sich innerhalb eines Hilfslinienzugs im Smallworld GIS befinden, an eine SAP List-Transaktion zur möglichen Weiterverarbeitung. Außerdem werden die Schäden über die ITS STANET-Schnittstelle an das Netzberechnungsprogramm übergeben und sind über den Location Viewer unternehmensweit im Zugriff.

Fazit

Der erfolgreiche Abschluss bildet die Basis für weitere Kopplungsprojekte mit den Kernsystemen SAP und Smallworld GIS. Dabei stehen immer der Anwender und die gesetzlichen Vorgaben im Fokus, so dass ein erfolgreicher Abschluss mit einer praxistauglichen Umsetzung ermöglicht wird.

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